03.12.2010
Boom in der Photovoltaik-Branche
Der Boom in der Photovoltaik-Branche ist ungebrochen. Darauf weist der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart (CDU) aufgrund neuester Zahlen der hin. Die Kritik der SPD-Landesregierung an der außerplanmäßigen Absenkung der Vergütungssätze für Solaranlagen Mitte dieses Jahres habe sich als haltlos erwiesen und sei rein parteipolitisch motiviert gewesen. Dies bestätige sich nun. Der Zubau an installierter Leistung für 2010 liegt aller Voraussicht nach bei mindestens 8.000 MW. Schätzungen gehen davon aus, dass 2010 rund die Hälfte aller weltweit hergestellten Solarmodule in Deutschland in Betrieb genommen wurden. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Zubau lediglich bei rund 3.800 MW. Branchenvertreter und Analysten prognostizieren für das Jahr 2011 einen weiteren Zubau von 6.000 bis 10.000 MW, teilweise bis 15.000 MW, für den deutschen Markt.
In kürzlich von den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlichten Zahlen über die Höhe der EEG-Umlage sieht sich der Abgeordnete bestätigt, dass es richtig war, die Vergütung anzupassen. Die EEG-Umlage zahlen alle Verbraucher über ihre Stromrechnung mit. Nach rund 2 ct/kWh in diesem Jahr, rechnen die Betreiber für das Jahr 2011 mit einer Umlage von rund 3,5ct/kWh. Für einen durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr steigen die EEG-Kosten damit von derzeit rund 6 Euro im Monat auf rund 10 Euro im Monat. Es sei deshalb absolut richtig gewesen, die Vergütung für Solarstrom, die immer noch weit über dem Marktpreis für Strom liegt, anzupassen. Der Abgeordnete weist außerdem nochmals nachdrücklich auf den starken Preisverfall am Markt hin, wonach die Preise im letzten Jahr um rund 30 Prozent gefallen sind. „Wenn wir die außerplanmäßige Anpassung im Jahr 2010 nicht vorgenommen hätten, wäre der Anstieg der Umlage und somit der Kosten für die deutschen Stromverbraucher noch höher ausgefallen“, so Gebhart.
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad hatte noch nach dem Ergebnis des Vermittlungsausschusses, in dem die Anpassung der Vergütung beschlossen wurde, geäußert: „Dies kostet Arbeitsplätze und riskiert die Technologieführerschaft der deutschen Solarbranche.“ Ohne Rücksicht auf Verluste werde einer Zukunftsbranche mit deutschlandweit über 60.000 Arbeitsplätzen Schaden zugefügt (Pressemeldung vom 06.07.2010). Gebhart dazu: „Es wurde massiv gegen die Anpassung der Vergütung Stimmung gemacht – zu Unrecht, wie sich im Nachhinein herausstellt.“ Das EEG sei ein Markteinführungsinstrument; es soll die erneuerbaren Energien schrittweise, aber zügig an den Markt heranführen und dadurch Innovation und Technologiefortschritte in unserem Land fördern. Der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung in Deutschland liegt im Jahr 2010 bei knapp 2 Prozent.







