08.12.2010

Dr. Thomas Gebhart beim Weltklimagipfel in Cancún

Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart (CDU) wird in der nächsten Woche am Weltklimagipfel in Cancún (Mexiko) teilnehmen. Gebhart ist Mitglied der deutschen Delegation, zu der sieben Bundestagsabgeordnete zählen und die von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen angeführt wird. Gebhart wird von Dienstag bis Samstag am sogenannten "High-Level"-Segment zum Ende der Konferenz teilnehmen.

„Ich erhoffe mir bei der Konferenz Fortschritte vor allem in den Bereichen Technologiekooperation und Waldschutz. Das Ziel muss bleiben, ein umfassendes, rechtsverbindliches internationales Klimaschutzabkommen mit Festschreibung des 2 Grad-Ziels zu erreichen, das auch Überprüfungsmechanismen festlegt. Davon sind wir allerdings noch ein ganzes Stück entfernt,“ erläutert der Abgeordnete. Seine Erwartungen an die Konferenz in Cancún seien eher mäßig.

 

Die Grundschwierigkeit, zu Ergebnissen zu gelangen, sei geblieben: Sie bestehe darin, dass die Interessen der Länder sehr unterschiedlich sind. „Die Chinesen setzen vor allem auf Wirtschaftswachstum. Es wird erwartet, dass in China in den nächsten 10 Jahren im Schnitt jede Woche ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gehen wird. Ohne die Chinesen im Boot werden jedoch die USA kaum zum Handeln bereit sein,“ fürchtet Gebhart. Einseitige Verpflichtungen könnten dazu führen, dass heimische Unternehmen Wettbewerbsnachteile erleiden. Ohne China und die USA, also die Hauptemittenten von Treibhausgasemissionen, wäre ein Abkommen jedoch wenig wert. „Es handelt sich zu einem guten Teil um die klassische Kollektivgutproblematik, die wir aus der Ökonomie kennen“, so Gebhart.

Der Abgeordnete sieht die Lösungsstrategie folgendermaßen: „Wir werden das Problem nur lösen können, wenn es gelingt, Wohlstand und Wachstum in Einklang mit dem Umwelt- und Klimaschutz zu bringen.“ Technologische Innovationen seien der Schlüssel zum Erfolg. Darin liege die große Herausforderung, aber auch eine Zukunftschance für Deutschland. „Je effizienter es unserer Volkswirtschaft gelingt, mit knappen Ressourcen umzugehen und je mehr wir uns bei sauberen umweltfreundlichen Technologien an die Spitze stellen, desto mehr sichern und schaffen wir die Arbeitsplätze von morgen,“ so Gebhart. Die deutsche Wirtschaft ist heute schon in vielen dieser Bereiche weltweit spitze. Dazu trügen auch etliche Firmen in der Südpfalz bei.

Vor diesem Hintergrund sei es richtig, dass sich die Bundesregierung mit dem Energiekonzept zu einer nachhaltigen Energieversorgung verpflichtet hat. Diese soll sicher, sauber und bezahlbar sein. „Die Treibhausgasemissionen sollen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, bis zum Jahr 2050 um über 80 Prozent reduziert werden. Dabei setzen wir im Energiekonzept vor allem auf eine Steigerung der Energieeffizienz, mehr erneuerbare Energien und neuen Technologien“, so Gebhart abschließend.

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Aktuelles:

Der Bundestagsabgeordnete der Südpfalz Dr. Thomas Gebhart (CDU) lädt gemeinsam mit dem elsässischen Abgeordneten der Assemblée nationale

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