19.01.2012
Südpfalzforum "Eurostabilisierung"
Südpfalzforum von Thomas Gebhart zum Thema „Eurostabilisierung“
Auf Einladung des südpfälzischen Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart (CDU) kamen Dr. Michael Meister MdB, der für den Bereich Finanzen zuständige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag sowie Dr. Marco Kern, Vorstandsmitglied der Evangelischen Kreditgenossenschaft mit Sitz in Kassel am 10. Januar zu einem Südpfalzforum nach Germersheim. Das Forum, das im Bürgersaal stattfand, ist auf reges Interesse gestoßen. Gebhart führt zwei Mal im Jahr Südpfalzforen zu aktuellen politischen Themen durch. Dabei geht es darum, zum einen zu informieren, und zum anderen den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zum Dialog und Austausch zu diesen Themen zu geben.
Das jüngste Forum stand ganz im Zeichen des Themas „Eurostabilisierung – Hintergründe und Perspektiven“. In seiner Einführung stellte Thomas Gebhart die Brisanz des Themas heraus und verdeutlichte, dass es vor allem darum gehe, das Problem an der Wurzel zu packen, d.h. die Regeln der europäischen Währungsunion müssen sinnvoll verändert werden. „Es muss klar sein, dass EU-Mitgliedsstaaten, die zu hohe Schulden machen, künftig um Anpassungen nicht herum kommen werden. Das Ziel muss eine stabile Währungsunion mit einem starken Euro sein“, so Gebhart.
Michael Meister konzentrierte sich auf die politischen Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene und betonte insbesondere, dass Mitgliedstaaten der EU, die künftig die gemeinsamen Grenzen von Staatsdefizit und Gesamtverschuldung nicht beachten, Eingriffen der Vertragsgemeinschaft unterliegen werden. Hilfen sind angebracht, aber es gehe keinesfalls um eine gesamtschuldnerische Haftung. Es herrschte dabei große Übereinstimmung, dass Eurobonds keine Lösung des Problems darstellen.
Marco Kern stellte das Verhalten der Banken dar und betonte ausdrücklich, dass bestimmte Banken einen verantwortungslosen Umgang an den Tag gelegt hätten, über keine tragfähigen Geschäftsmodelle verfügten und mit ihrem unseriösen Umgang mit Finanzprodukten ihren Teil zum Auslösen der Krise beitrugen. Viele Banken leisten demgegenüber gute Arbeit und betreuen und beraten ihre Kunden vorbildlich. „Es ist insbesondere auch im Finanz- und Bankensektor wichtig, dass Anbieter von Finanzprodukten auch ethisch-moralisch handeln und verantwortungsvoll mit dem Geld ihrer Anlieger umgehen und keine unrealistischen Erwartungen wecken, die mit nicht kalkulierbaren Risiken einhergehen“, so Kern.

Bildunterschrift (von links): Dr. Marco Kern, Dr. Thomas Gebhart, Dr. Michael Meister







