13.12.2010

Weltklimagipfel in Cancun

Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart (CDU), der als Teil der deutschen Delegation beim Weltklimagipfel in Cancun teilgenommen hat, begrüßt das Ergebnis des Gipfels. "Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen, es wurde ein wichtiger Schritt nach vorne gegangen", so Gebhart. Besonders erfreulich sei, dass ein ganzes Paket beschlossen wurde und praktisch alle Länder an Bord sind.

"Entscheidend ist, dass der Prozess hin zu verbindlichen Vereinbarungen über weltweite Mengenbegrenzungen der Treibhausgasemissionen nun weiter gehen kann. In der Schlussnacht der Konferenz hat sich ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl und eine bemerkenswerte positive Stimmung herausgebildet. Die Welt hat sich selbst applaudiert. Die Regie der mexikanischen Konferenzleitung war brillant und ein maßgeblicher Erfolgsfaktor."

Gebhart gibt zu Bedenken, dass noch viel zu tun sei. Der reine Verhandlungsprozess über die Vereinten Nationen werde allein die Probleme vermutlich nicht lösen können. Europa und Deutschland müssen als Teil ihrer Verantwortung ihren Beitrag leisten. Deshalb ist es richtig, dass der Bundestag beschlossen hat, bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent zu reduzieren. Das internationale Ansehen Deutschlands in der Klimaschutzpolitik, dies wurde in vielen Gesprächen mit anderen Delegationen überaus deutlich, ist sehr hoch. Nun müsse die EU nachziehen und ihr Ziel auf unbedingte 30 Prozent Reduzierung erhöhen, fordert Gebhart.

Einen entscheidenden Schlüssel zur Lösung des Klimaschutzproblems sieht Gebhart darin, Wohlstand und Wachstum in Einklang mit dem Umwelt- und Klimaschutz zu bringen. Technologische Innovationen seien der Schlüssel zum Erfolg. "Vor diesem Hintergrund halte ich die Beschlüsse von Cancun zu dem Thema Technologiekooperation für zentral."

Gebhart begrüßt zudem, dass das Thema Anpassung an die Folgen des Klimawandels einen hohen Stellenwert in den Beschlüssen von Cancun spielt. In zahlreichen Gesprächen mit Vertretern insbesondere ärmerer Staaten, die heute schon massiv unter den Folgen der Klimaveränderungen leiden, wurde die Dringlichkeit dieses Themas offenkundig. Abgeordnete aus Bangladesch, El Salvador oder Guatemla berichteten z.B. von häufigen extremen Wetterlagen, insbesondere Stürmen, unter denen diese Länder leiden. Im Tschad wurden in diesem Sommer Rekordtemperaturen von 50 Grad erreicht. "Was dies für das alltägliche Leben bedeutet, hat uns eine Vertreterin aus dem Tschad plastisch geschildert. Das hat mich tief beeindruckt", so der Abgeordnete abschließend.


Bildunterschrift (von links): Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Dr. Thomas Gebhart

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Der Bundestagsabgeordnete der Südpfalz Dr. Thomas Gebhart (CDU) lädt gemeinsam mit dem elsässischen Abgeordneten der Assemblée nationale

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